Holy Harbour

Es hat sich viel getan in Heiligenhafen

Wir waren vor zwei Jahren das letzte Mal hier in Heiligenhafen. Damals waren gewaltige Baumaßnahmen zwischen der Seebrücke und dem Hafen im Gange. Jetzt sind die Ferienhäuser nahezu alle fertig und man muss sagen, dass das Konzept optisch sehr gelungen ist. Die Häuser haben zwar meist eine ähnliche Architektur, sind jedoch durch unterschiedliche Hölzer und verschiedene Backsteine schön aufgelockert.

Es war nett, zwischen den Häusern zu flanieren – allerdings bei recht heftigem Wind. Ansonsten haben wir noch ein paar Einkäufe erledigt und hoffen, dass der Wind morgen etwas nachlässt, damit wir weiter kommen Richtung Gedser.

Endlich ablegen

Endlich geht es los!

Nach dem Gewitter am frühen Morgen können wir und von allen verabschieden und ablegen. Ein ganz herzlicher Abschied von unseren neuen Segelfreunden Ilona und Guido von der “Marie”. Die beiden müssen an ihrem Schiff noch kräftig werkeln und sie haben uns sicher mit einem weinenden Auge hinterhergeschaut – 3 Monate Segeln!

Das Wetter war recht brauchbar für den ersten Segeltag. Einen Teil mussten wir motoren, weil so gut wie kein Wind. Aber dann gab es auch wieder Wind mit Kräftigen Böen – natürlich am heftigsten beim Anlaufen in Heiligenhafen. Aber wir haben einen schönen Platz gefunden und werden morgen noch einen Tag hier bleiben. Die Wettervorhersage kündigt so viel Wind an, dass wir uns das gleich am 2. Tag nicht antun müssen.

In Heiligenhafen hat sich je eine Menge getan. Rund um den Hafen sind recht hübsche Ferienhäuser entstanden. Aber davon vielleicht morgen mehr, wenn wir einen Rundgang gemacht haben.

Vorbereitung in Kiel

Erstens kommt es anders …

… zweitens als man denkt! Gut, wir haben es geschafft, plangerecht am 23. Mai mit vollgepacktem Tiguan in Lampertheim loszukommen. Die Fahrt nach Kiel verlief zunächst erwartungsgemäß gut – bis Hamburg. Aber letztlich ist es eine geringe Zeit wenn man im Rahmen von 15 Wochen Urlaub denkt. Am Mittwoch haben wir dann erst mal einigermaßen Klarschiff gemacht, die ersten Einkäufe erledigt. Das zog sich dann doch bis Donnerstag hin als wir feststellten, dass die elektronischen Seekarten für den Plotter nicht richtig funktionierten. Wegen Feiertag konnten wir das Problem erst am Freitag klären: erstens war das herunterladen des Updates nicht korrekt und zweitens fehlte der Kartenteil für die westliche Ostsee. Nach vielen Telefonaten mit Plotter- und Kartenhersteller war dann alles klar: Neues Karten-Update, Firmware-Update für den Plotter und Bestellung des fehlenden Kartensatzes (Lieferung bis Montag per UPS-Express).

Also war das schon mal nix mit Sonntag ablegen. Außerdem haben wir noch ein technisches Problem mit der Kontrolle des Diesels im Tank. Das muss von der Werft geklärt werden, und das geht auch erst am Montag.

Aber sonst geht alles seinen Gang

Leider haben wir keine Fotos von der Unmenge an Proviant, den wir eingekauft haben. Die Liste umfasst aber ausgedruckt fast 4 Seiten! Von “Allohol” angefangen (jede Menge Weinschläuche bei Jaques) bis zu Wurst in Dosen.

Die Segel wurden angeschlagen, Festmacher kontrolliert, Reinigung innen und außen und viele weitere Kleinigkeiten, die aber dann doch Zeit in Anspruch nehmen.

Das Wetter spielt hervorragend mit, sonnig, recht warm – sogar die Wassertemperatur steigt bereits auf über 15° C.

Törnvorbereitung 2017

Vorgeschichte

Ursprünglich wollten wir schon 2014 den Törn nach Finnland machen. Aber dann haben wir Ritas Eltern auf ihrem letzten Ostseetörn begleitet. Tja, und dann kam immer wieder etwas dazwischen: mal waren es Projekte, mal was anderes. Aber nun, im Jahr 2017, wollen wir den Plan endlich umsetzen.

Planung

Man kann Helsinki ja auf vielen Wegen erreichen. Entsprechend günstiges Wetter vorausgesetzt wollen wir zunächst an die südschwedische Küste, dann nach Öland und von dort aus nach Gotland (in Visby hingen wir mit WINDECK schon mal am Kran). Wenn wir dann nicht gerade Ostwind haben, wollen wir rüber nach Ventspils in Lettland. Von dort aus dann über Kuressaara nach Norden und letztlich nach Tallin. Von dort aus kann es dann nach Helsinki gehen und danach wird auch schon der Rückweg angetreten: entlang der finnischen Küste zu den Ålands, die wir einmal umrunden, dann nach Stockholm und an der schwedischen Westküste entlang nach Süden Richtung Heimat.

Vorbereitung

Für Lettland und Estland brauchen wir noch neue Papier-Seekarten. Alle anderen Seekarten haben wir schon (oder noch). Elektronische Seekarten für den PC und für den Plotter wurden aktualisiert.

Leider ist es uns dieses Jahr nicht gelungen, die THIRA vor Urlaubsbeginn startklar zu machen. Deswegen heißt es: nach Kiel fahren, alles klar machen, ablegen.