Fast ein Zuhause: Dänemark

Die dänischen Inseln besuchen wir (fast zwangsläufig) jedes Jahr zwei Mal: Auf dem Weg nach Norden und auf dem Heimweg. Dieses Jahr wollen wir uns mal mehr Zeit dafür lassen, wir müssen ja erst in 4-5 Wochen wieder in Kiel sein. Das Wetter wird uns zeigen, dass diese Gemütlichkeit durchaus sinnvoll sein kann – wir haben ja nicht gechartert und daher auch keine fixen Termine.

23. Juli 2019: Klintholm

Klintholm ist einer unserer präferierten Häfen auf dem Weg nach oder von Schweden. Hier haben wir schon so manches Abenteuer erlebt: gerade als wir auslaufen wollten zog eine dicke, dicke Seenebelwand auf und die damalige Hafenmeisterin empfiehlt uns, noch einen Tag zu warten. Oder einmal (da waren Ingrid und Dieter dabei) erlebten wir, wie das Servicegebäude mit Duschen und Toiletten von der Sauna aus abbrannte. Oder einmal, als wir durch eine kleine Rinne in der Düne, die sich zu einem reißenden Fluss entwickelte, das Hinterland entwässerten (unabsichtlich).

Am ersten Tag müssen wir leider im Päckchen liegen. War allerdings insoweit interessant, als an diesem Tag Boris Johnson zum Premier gewählt wurde und neben uns vier Engländer mit einer Nauticat es kaum schafften, den Ärger und die Wut mit Gin und Whisky wegzusaufen (war jedenfalls ein netter Abend mit den vieren).

Anderentags konnten wir dann in eine Box verholen und den Klintholm-Urlaub genießen.

Strand mit Dünen bei Klintholm

26. Juli: In den Bögestrom nach Tærø

Von Klintholm aus wählen wir (übrigens so zum ersten Mal) den Weg rund Mön`s Klint in den Bögestrom.

Der Bögestrom ist ein etwas schwieriges Fahrwasser, weil zwar gut betont, aber teilweise mit sehr geringen Tiefen. Auf dem Weg nach Omø wollen wir auf etwa halber Strecke einen sicheren Ankerplatz suchen und erinnern uns an Ankerbojen nördlich der Insel Tærø. Leider drehte der Wind weiter nach ENE als erwartet, was uns eine zwar sichere, aber etwas unruhige Nacht bescherte.

An der Ankerboje bei Tærø, als der Wind noch klar aus Ost kam

27. Juli – 31. Juli: Omø

Nun geht es mit Rauschefahrt und Schiebewind nach West Richtung Omø. Nur unter Genuasegel laufen wir teilweise 7 Knoten – allerdings wird die Welle, je weiter wir kommen, immer höher und die Thira gerät hin und wieder heftig ins Rollen.

Wir hatten zwar gehofft, dass Omø nicht ganz so voll wäre, aber wir sahen uns getäuscht. schon von Weitem war die Vielzahl der Masten beeindruckend. Wir gingen zunächst längsseits am ersten Steg, der freundliche Hafenmeister brauchte den Platz jedoch für größere Schiffe und verwies uns auf einen Platz in der Box, den wir nach vorheriger Begutachtung auch annahmen.

Wetterbedingt bleiben wir ein paar Tage auf Omø – andere Leute kommen hier extra mit der Fähre, um Urlaub zu machen.

Schöner Inselhafen in sehr schöner Umgebung
Das alte Dorf auf Omø

1. August: Hverringe

Auf dem Weg nach Norden legen wir an einer Ankerboje in Hverringe eine Pause ein. Der Wind kommt umlaufend mit 1-2 Beaufort und ist zum Segeln nicht geeignet (da ist der Strom im Großen Belt schneller).

2. – 4. August

Weiter geht es durch den Großen Belt nach Norden und dann um die Nordecke von Fünen in die schöne Bucht Korshavn. Dort gehen wir vor Anker, das Beiboot wird aufgeblasen und wir genießen wieder ein paar Urlaubstage und warten auf den richtigen Wind um weiter nach Westen zu kommen.

Ein riesiges Naturschutzgebiet bietet schöne Wandermöglichkeiten
Sehr geschützte Ankerbucht, die wir immer wieder gerne aufsuchen

5. – 8. August: Juelsminde

Auch hier in Juelsminde liegen wir immer gerne im alten Fährhafen, leider gibt es dort immer weniger Gästeplätze und die neue Marine finden wir hässlich.

Das Wetter verschlechtert sich zunehmend, es wird teilweise kühl und regnerisch und der Wind kommt teils heftig aus Südwest – genau daher, wo wir hin müssen.

Wenigstens gibt es einen schönen Regenbogen

9. – 12. August: Haderslev

Schon komisch das Wetter: entweder zu viel Wind oder gar keinen und dann noch aus der falschen Richtung.

Üblicherweise machen wir auf dem Weg von Juelsminde nach Süden einen Zwischenstop an der Ankerboje bei Fånø oder im Gamborgfjord, aber diesmal bestimmen uns die Wetteraussichten, sofort nach Haderslev zu laufen: Regen, Sturm und Schauerböen sind angesagt und Haderslev bietet hier guten Schutz.

Am Ende des Haderslev-Fjord im Vereinshafen des HSC

13. August: Genner Bugt

Wir haben Glück, in der Genner Bugt ist die Ankerboje noch frei (allerdings ist nur noch 1 vorhanden, wo die zweite geblieben ist, wissen wir nicht). Aber auch ohne Boje könnte man am südlichen Scheitel der Bucht vor dem Schilfgürtel gut ankern.

Immer wieder gerne: die Genner Bugt

14. – 15. August: Dyvig

Natürlich schon ein Klassiker: die rundum geschützte Ankerbucht Dyvig mit den Vereinsstegen (Heimathafen der Nordborg Werft). Wir liegen auch hier zwei Tage und warten den stürmischen Regen ab.

16. – 20. August: Hørup Havn

Für die Fahrt nach Hørup haben wir mal ausnahmsweise wieder einen hervorragenden Segelwind. Unsere Planung für die Brücke in Sønderborg kommt fast genau hin (wir müssen 15 Minuten warten, weil wir zu schnell waren).

Wir haben wieder bescheuertes Wetter: viel Regen und Wind aus Süd. Wir warten hier auf einen schönen West, der uns dann entweder mit einem Abstecher in Schleimünde oder direkt nach Kiel bringen soll.

Schöner und gemütlicher Hafen, am landseitigen Steg sehr geschützt bei Westwind

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