Auf dem Heimweg

Am 28. Juli verlassen wir bei wechselhaftem Wetter Gjøl, passieren die beiden Brücken von Aalborg und kommen schließlich wieder nach Hals (Ritas meist-gehasstem Hafen). Immerhin konnten wir von den 25 Seemeilen knapp 23 sm segeln, was wir bei den teilweise engen Fahrwassern einem guten Wind mit 4-5 Bft. aus westlichen Richtungen zu verdanken hatten.

Liegeplatz praktisch außerhalb – alle Plätze belegt

In Hals bleiben wir zunächst, weil wir keine Lust haben, bei Regen und Böen bis 8 Bft nach Grenaa zu segeln. Das machen wir dann am 31. Juli bei zunehmend sonnigem Wetter, das allerdings mit stetig abnehmendem Wind aus NW verbunden ist. So kommen wir um 17:30 Uhr nach 43 sm (nur etwas mehr als 12 sm unter Segeln) in Grenaa an.

Neben einigen anderen Vorteilen die dieses Städtchen bietet gibt es natürlich auch wieder das umfangreiche Buffet im Skakkes Holm, mit dem wir den Abend ausklingen lassen. Immerhin sind die Temperaturen jetzt bereits auf 24° gestiegen, was den Abend auch im Freien bereits wieder angenehm macht.

Postkarten-Sonnenuntergang in Grenaa

Das Wetter bleibt jedoch wechselhaft und kühl, dennoch machen wir uns am 3. August auf den Weg nach Øer Havn. Diesen angeblich bestgeschützten und sichersten Hafen Dänemarks erreicht man über eine kleine Schleuse mit einem Hub von ca. 1 Meter. Die 21 sm von Grenaa aus konnten wir immerhin teilweise (13 sm) unter Segeln zurück legen – was allerdings etwas mühsam war, da der westliche Wind durch die Landabdeckung sehr unregelmäßig wehte.

Sehr geschützter Hafen – Port Grimeau in Südfrankreich nachempfunden
Die Schleuse

In der Hoffnung auf einen schönen Wind aus West machen wir uns tags darauf auf den Weg nach Hov, wobei wir von den 22 sm allerdings leider nur etwas mehr als 5 sm segeln konnten, da der Wind doch sehr schwach wurde und wir teilweise sogar Flaute hatten. In Hov bleiben wir einen Tag und warten das etwas regnerische Wetter ab.

Am 6. August geht es von Hov aus bei wenig Wind, aber steigenden Temperaturen nach Juelsminde, wo wir tatsächlich im alten Fährhafen einen freien Stegplatz hinter der Mole finden (den wir in früheren Jahren schon öfter hatten). Hier steigen die Temperaturen tatsächlich bereits auf 26°, was uns nach dem kalten Wetter schon sehr heiß vorkommt.

Da man ja auch mal was Neues sehen muss, lassen wir diesmal Fånø ausfallen und gehen zum Ankern in die Edig Vig. Wir finden dort sogar eine freie Anker-Boje. Die 24 sm dorthin sind jedoch nur unter Motor zu machen, da der schwache Ostwind gegen den aus dem kleinen Belt stehenden Strom Segeln praktisch unmöglich macht.

Abendstimmung in der Edig Vig

Auch unser nächstes Ziel ist wieder ein Ankerplatz, Torø leicht südlich von Assens. Leider auch da, am 9. August, wieder keine segeln, weil kein Wind. Dafür steigen die Temperaturen nun auf 30° und man kann (fast) baden – die Wassertemperaturen sind mit 18° hier noch etwas frisch.

Am 10. August steuern wir – diesmal meist unter Segeln – den nächsten Ankerplatz in der Helnæs Bugt einer der kleinen Insel Illum an, den wir nach 16 sm erreichen. Dort liegen wir zunächst vor Anker, wechseln jedoch am Abend gegen einen frei gewordenen Platz an einer Anker-Boje. Zu unserem großen Erstaunen sehen wir hier tatsächlich einen Schweinswal und fragen uns, was der hier in der Bucht sucht.

An der DT-Boje

Von Illum aus geht es am 11. August nach Faaborg – wir müssen mal wieder etwas einkaufen. Immerhin können wir etwa die Hälfte der 14 sm segeln. Faaborg ist gut gefüllt, aber es gelingt uns, einen guten Liegeplatz am Steg zu bekommen. Tags darauf ist einkaufen angesagt und Rita findet tatsächlich einen Friseur-Termin (bei den steigenden Temperaturen um die 30° hat sie zu viel Wolle auf dem Kopf).

Alte Häuschen in Faaborg

Faaborg ist ein nettes und sehenswertes Städtchen mit guten Einkaufsmöglichkeiten und schönem Flair – allerdings kosten 2 x 2 Kugeln Eis am Hafen umgerechnet über 10 €.

Von nun an kommen wir Kiel mit riesigen Schritten näher. Am 13. August geht es nochmals zum Ankern an einer Boje ins Lindelse Nor. Das hatten wir geplant um dann am anderen Tag früh in Marstal zu sein, da wir dort mit wenig Platz im Hafen rechnen.

Wieder einmal Postkarte

Da hatten wir uns allerdings getäuscht: als wir am 14. August nach 6 sm in Marstal einlaufen, sind hier alle Gästeplätze noch frei. Zum Glück müssen wir nicht mehr einkaufen und haben auf diese Weise einen entspannten Tag.

Am 15. August waren wir guter Hoffnung, bei östlichen Winden um 3 Bft mit dem Halbwinder zügig nach Kiel zu kommen. Das große Segel war schon vorbereitet – aber als wir die Fahrrinne von Marstal verlassen, schläft der Wind ein und wir motoren bei Flaute Richtung Kiel. Dass südlich des Leuchtturms und ab Eingang der Kieler Förde wieder mehr Wind kommt, ändert auch nichts mehr dran. Wieder einmal 33 sm unter Maschine – was natürlich unseren Schnitt über den gesamten Törn verschlechtert; immerhin konnten wir von den insgesamt rund 750 sm 350 sm segeln.

Einen sehr schönen Abschluss brachte dann noch der Sonntag: am 16. August kamen Kim und Joe aus Hamburg und Christiane aus Stade. Wir fuhren über die Förde auf die andere Seite in die Heikendorfer Bucht zum Ankern und Baden.

Joe auf dem Sprung

Den Abend ließen wir mit einem hervorragenden Essen bei Valerio im Al Gambero ausklingen.

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